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Dienstag, 23. Juni 2015

Krankenhaus in Viechtach (1)


Es ist Dienstag morgen.
Um 6,00 Uhr aufstehen.
Um 7,00 Uhr soll ich im KH geröntgt werden.
Pünktlich vor Ort.

Das war aber auch das einzige.
Die Anmeldung macht erst um 7,15 Uhr auf.

Papierkram erledigt.
Zur Station.
" Wir haben sie aber nicht vorgemerkt"

Pipapo
Ein Bett in einem 4 Mann Zimmer.
Ein weiterer Patient im Dauertiefschlaf.
Röchelt wie ein Walross.

Ich sitze an meinem Bett.
Visite.
Der Patient wird geweckt.
Fragen an ihn werden zwar beantwortet, aber der Doc. und ich schon garnicht, verstehen auch nur ein Wort.
Delirium?

OP war für 8,30 Uhr angesetzt.
Nun ist es bald 10,00 Uhr, und ich sitze immer noch auf meinem Stuhl, angezogen, starre auf das Bett und sinniere.

Was soll so ein Quatsch?
So früh her bestellen?
Keiner weiss hier Bescheid.
Wenn es noch länger dauert bin ich weg.

Wenn die OP genau so abläuft, werde ich wach und sitze auf Wolke 7.

So langsam bekomme ich Hunger.

Der Gedanke kommt mir.
Ob die überhaupt wissen was sie machen wollen und wie es geht?

Vielleicht wälzen die noch ihre Lehrbücher?

Also, der Anfang ist nicht so prickelnd.

Ich weiss schon, warum meine Oma nie zu einem Doc. ging.

Sonntag, 26. April 2015

So schafft man zufriedene Mitarbeiter



Die Aktionärsversammlung hatte ich hinter mir.

2 Tage später Sitzung des Gesamtbetriebsrates des EBV im Kasino Anna.

Dr. Horn las den Geschäftsbericht vor.
Er entsprach im Inhalt zwar dem was ich zwei Tage vorher schon einmal gehört hatte.
Nur in den Erläuterungen und Zusatzinformationen waren die Nuancen etwas anders gesetzt.
Es war zwar das gleiche was man uns heute erzählte, aber trotzdem anders.
Ähnlich wie dem Vergleich.
Ein halbes Glas Wasser, ist für den einen halb voll und für den anderen halb leer.

In Anbetracht dessen, das meine Kollegen sich auf das Essen freuten, habe ich auf jede weitere Einmischung meinerseits verzichtet.
Wie hätte man den Vorstand in die Enge treiben können wenn man Betriebsratsarbeit so gesehen hätte, wie ich.

Obgleich ich bemerkte, das am Vorstandstisch man sich meiner Person noch sehr gut erinnerte. 
Ich sah es an den Blicken zu mir.
Ob man es glaubt oder nicht.
ICH fühlte mich sauwohl!
Die da vorn nicht ganz so.

Tja, tja, das waren die 60 und 70er Jahre.
Ob es heute besser ist?

Wir schrieben immer nur Verluste im Konzern.
Mit dieser Begründung wurden ja auch alle Sparmaßnahmen begründet.
Die Regierung half immer wieder mit Zuschüssen aus.   

Trotzdem kaufte der EBV eine Kohlengrube in den USA 
(im Appalachengebiet)
Nun konnten viele Herren, dienstlich, nicht nur jedes Jahr zur Steubenparade nach New York fliegen, nun gab es andere Zielpunkte. 

Warum wurden eigentlich diese Reisen nie erwähnt?
Oder die Verluste die in den USA gemacht wurden weil man sich von findigen Rechtsanwälten und der Amerikanischen Rechtsprechung über die Lufthoheit übers Ohr hauen liess?    

Warum wurden eigentlich nie die Geschichtchen erwähnt, als Her Dr. Bellingroth zur Fasanenjagd einlud und kein Fasan auf der Strecke war.
Dafür im nächsten Jahr diese dem Jäger nachliefen, weil der sie in einer Voliere selbst aufgezogen hatte.
Na, vielleicht war es ja auch nur Jägerlatein.
Wer weiss?

Es gab genug Berichtspunkte.
Dort konnte man Geld sparen, statt beim Kumpel.
Dort wäre die Aufgabe des Gesamtbetriebsrates als Kontrollfunktion angebracht gewesen.
Oder sollten da einige Mitglieder etwa selbst...........?

Vorbei.
War so.
Nachkarten bringt nie etwas.

Wichtig war nur, das der Angestellte Guelde, bei der monatlichen Abrechnung, auf  Grund  seiner guten, alten Verbindungen zur Grube, die in den Kesseln verbrannte hochwertige Kohle so berechnete, das ein hoher Bergeanteil rauskam.
Denn dann gab es Prämien vom Staat.

Im Kraftwerk selbst wurde eine Klimaanlage eingebaut.
Für die Büros des Chefs und der Betriebsinginieure.
In der Warte ein neues Mosaikschaltbild.
Modernisierung kostet immer Geld.

Dafür wurden aber auch wochenlange Untersuchungen darüber angestellt was billiger wäre.
Die 20W Leuchtstofflampe in der Angestelltentoilette dauernd brennen zu lassen, oder einen Schalter zu installieren.
Das erste war ein konstanter Stromverbrauch 
(in einem Kraftwerk!!!)
Beim zweiten man hatte einen Einschaltstrom, Schaltspiellebensdauer und auch der prozentuale Anteil des vergessenen Ausschaltens zu berücksichtigen.
DAS waren Probleme!
Höchstpersönlich vom Chef, Hern Stoffels, durchgeführt.

Zu diesem Schwachsinn, der sich auch in anderen Dingen zeigte, konnte ich nur noch den Kopf schütteln und mich mit Schaudern innerlich abwenden.

Das nennt man dann erfolgreiche Betriebsleitung auf Deutschem Niveau.  

Oder mal etwas privates um meine innere Einstellung zum EBV zu verdeutlichen.
Meine Frau erkrankte an Krebs.
(Ovarialkarzinom. Schlechte Prognose)
Zeitgleich auch die Frau des Betriebsing. Sturm.
Beide Frauen kannten sich.
Beide lagen in einem Zimmer im Krankenhaus Bardenberg.
Das Krankenhaus hatte eine Besuchszeit von 14 - 16 Uhr. 
Und so etwas wurde zur damaligen Zeit noch strikt eingehalten.
Herr Sturm besuchte seine Frau täglich mehrere Stunden.
Man kennt sich eben.
Ich durfte um 14 Uhr kommen.
Moment mal, ich hatte aber erst um 15 Uhr Feierabend.
Dann war ich um 15,45 Uhr am Bett meiner Frau. 
Für 15 Minuten.
Herr Sturm war dann schon 2 - 4 Stunden vorher da.
Eines Tages frug ich meinen Direktor ob ich nicht auch einmal früher gehen könnte.
Er sagte mir (ziemlich wörtlich) 
"Was hat der Betrieb mit ihrem Privatleben zu tun?"
Es gab eine kleine Diskussion.
Das Ende war.
Ich erreichte , das ich morgens eine Stunde eher anfangen durfte, um eine Stunde früher zu gehen.
Meine Dankbarkeit kannte keine Grenzen.
Dann wurde eine Liste in das Sekretariat gelegt.
In diese musste ich jede weitere, früher gegangene Stunde, eintragen.
Diese wurden von Frau Wüllenweber abgezeichnet. 
Für jeweils 8 Stunden wurde mir dann ein Urlaubstag abgezogen.

In diesem Jahr fiel also mein Jahresurlaub aus.
Herr Sturm grinste nur, denn lt. Aussage des Direktors war Herr Sturm als "Führungsbeamter" !!!! ja immer im Dienst. Egal wo er war.

Seht ihr, sooo kommt Freude auf.
Sooooo schafft man sich einsatzvolle Mitarbeiter.
Sooooo wird man immer wieder Mitarbeiter finden die sich bedingungslos für ihren Betrieb einsetzen.

Komisch, bei allem was ich für mich persönlich tat, ich hatte nie ein schlechtes Gewissen.

Komisch? 
Warum wohl ? 




Dienstag, 22. Juli 2014

Es geht voran....

Myokardszintigramm

Nun geht es ( endlich ) weiter.

Am Freitag darf ich mich im Krankenhaus Straubing beliebt machen.

Dort wird mit mir das gemacht was ich oben beschrieben habe.

Habe sofort Tante Google bemüht.
Hört sich doch gut an.
Dauert einen ganzen  Tag. Wird ambulant gemacht.
Damit kann ich leben.

Mein Hund bleibt in der Wohnung. Die Besitzer  ( ist das nicht toll??) sehen mal nach ihm.
Abends bringe ich ihm dann mit Sicherheit was mit.

Danach wird ( auch mit Sicherheit ) das kommen, was man von Anfang an vorhatte.
Stents einsetzen. 
Doch warten wir es mal ab.
Ich muss noch länger leben, mein Hund braucht mich.
Interessant ist, das er ähnliches wie ich hat.

Ich bin froh, denn langsam machen sogar mir meine andauernden Herzschmerzen Sorgen.

Samstag, 19. Juli 2014

Fängt es auch bei mir an?

Da erklärte mir eben meine Frau Doktor: " sie müssen eine Herzkathederuntersuchung machen lassen."
??????

" In Straubing im Krankenhaus"
????????

" und dann , bekommen sie ev. einen  Stent eingesetzt" 
??????

" Termin mache ich für sie. Nächste Woche gleich"

Moment mal......

" kann ich denn anschliessend gleich wieder nach Hause?" 

" ne, ne, sie bleiben dann ein paar Tage da."

" und wo bleibt solange mein Hund?" 

Gute Frage, aber keine Antwort." 

" ich warte dann bis Oktober, da habe ich zu Hause Zeit"

" ne, ne, das ist zu spät" 
?????????????

Tja, nun ist guter Rat teuer.

Sie will erstmal versuchen das mit einem Bildgebenden Verfahren zu klären, in wieweit ich einen Stent brauche.
Wenn nicht, o.k.
Wenn doch.......

Dann wird guter Rat teuer.

Sollte mich das jetzt zum Grübeln aufregen?

Ich ändere doch sowieso nichts dran.

Viel schlimmer für mich war der Nebensatz:
" Ach ja, bei ihrer linken Schilddrüse besteht auch noch der Verdacht auf ein malignes Melanom.

Prost Mahlzeit.
Ob ich jetzt schlachtreif bin?...