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Freitag, 9. Mai 2014

Gäste am Strand

Das Wetter heute...... Na, so lalala.
Kalt? Nee, kühl.
Regen? Nee, so der Zustand: Es könnte aber....
Strandkorb? Stand für mich parat.

Da sitze ich nun jeden Tag mindestens ein  bis zwei Stunden. ( ich warte nicht auf das Wasser. Das kommt erst wenn die Touristen weg sind)

Schaue den Vögeln zu.
Beantworte Post. ( denn hier ist in etwa Empfang) 
Träume vor mich hin.

Aber, ich beobachte auch die anderen Gäste.
Mit dem Fahrrad oder auch mit einem Auto kommen sie.
Heute kam ein Bus aus Schleswig. Voll. Alles ältere Herrschaften.
Der musste also extra mit der Fähre übergesetzt haben.
Und alle Menschen die hier ankommen machen das gleiche.

Sie trapsen, mit Hand am Geländer, die Treppe am Deich hoch.
Sehen auf die Stelle wo sonst Wasser ist, ein Blick nach links und einer nach rechts.
Dann das Geländer in die Hand und wieder runter.

Niemand macht sich die Mühe, sich mal auf eine Bank zu setzen, und in Ruhe die Stille und die Weite auf sich einwirken zu lassen.
Ich wette, sie alle fahren zur nächsten Treppe und da beginnt das Spiel von neuem.

Motto: DA waren wir auch. Abgehakt !!

Dieses Phänomen habe ich in allen Urlauben kennen gelernt.
Abhaken.
Warum eigentlich? 
Um zu Hause damit zu prahlen?
Denn richtig gesehen haben sie nie etwas.

Ich finde es schön. Dann sind sie immer ganz schnell wieder weg.

Sonntag, 4. Mai 2014

Jeden Morgen am Strand

Da  sehe ich nun jeden Tag einen älteren Herrn am Deich.
Ein Inselbewohner.

Er sitzt dort täglich einige Stunden, schaut auf die Schafe und auf die Priele.
 ( das Meer ist ja meistens weg. Ob es eigentlich mehr Ebbe als Flut gibt?)
Wir  reden oft miteinander.

Ich frug ihn mal:
Was sehen Sie, nach all den Jahren, da draussen eigentlich?
Er sagte:
Da draussen ist doch immer was neues.  Alles verändert sich und bleibt im Grunde doch gleich. 
Das Wasser kommt und geht. Es ist doch immer wieder etwas anderes. Ist das nicht toll? 

Ich habe wieder einmal nachgedacht.
Er hat recht,
Das  Leben läuft unaufhörlich weiter.
Es verändert sich laufend und bleibt doch immer wieder gleich.
Für den einen, eine unerschöpfliche Quelle des zufrieden seins, für den anderen das ewige unzufrieden sein.

Nur, ändern kann niemand etwas. 
Wir versäumen also nichts. 
Also, ist es auch egal wo ich hinschaue.

Das Leben selbst verändert sich nicht.
Es ist immer schön.