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Mittwoch, 25. Oktober 2017

Hier bin ich ganz anderer Meinung...


Da gibt es in jedem Land der Welt Potentaten.
Ob gewählt oder sonst wie, sie regieren so gut und schlecht sie es eben können.
Gut oder schlecht ist aber so ein Ding.
Je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. 
Ihnen allen ist aber zu eigen, das sie Macht haben und diese auch ausnutzen.
In wieweit das anderen gefällt, ist nun wieder Ansichtssache.
Meist haben die anderen Länder eine andere Vorstellung wie der jeweilige Machthaber die Dinge entscheidet.
Aus diesen Gründen mass ich mir auch nicht zu in eine Verurteilung des Kalifen von Bagdad ein zu stimmen.
Oder auch dem Herrscher aller Reussen
Es ist immer ihr Land und ihre Bevölkerung.

Mögen sie herrschen und walten, wie es ihnen gefällt. 

Nun hat aber der Sultan aus Anatolien die Angewohnheit missliebige Menschen ein zu sperren. 
Auch das ist sein Ding. Ab und zu sind auch Deutsche darunter und da beginnen dann in Deutschland die Medien zu heulen und ihre Anhänger zu mobilisieren. 
Für mich ein Grund, nicht in dieser  Massenhypnose mit zu heulen, sondern mal zu schauen was da wirklich los ist.

Der aktuelle Fall, ein Jounalist, Deniz Yüzel.
Den hat Erdowahn  nun schon rd. 8 Monate in Haft.
Nicht zum ersten male. Er war also gewarnt.
Sogar unsere Bundeskanzlerin hat seine Frau, mit Namen Dilek Mayatürk, nun persönlich empfangen. 
Bild widmete diesem Treffen seine Titelseite.
Komisch, da doch auch in der Türkei das gleiche Namensrecht wie hier gilt, warum heisst diese Frau eigentlich anders als ihr Mann?
Doch lassen wir das erst mal.
Wer ist dieser Inhaftierte, um den man diesen Wirbel macht, eigentlich?
Er wurde in Deutschland 1973 in Flörsheim als Kind Türkischer Arbeitsmigranten geboren. 
Ist also, nach Gesetz Deutscher.
Hat dann, mit 23 Jahren, angefangen in Berlin zu studieren.
(auf Deutsche Kosten) 
Politikwissenschaft.
Da er im Herzen aber ein Türke ist, dort aber nicht leben will, besitzt er auch zusätzlich einen Türkischen Pass.
Das ist eben der Sinn von zwei Pässen.
Immer den Pass zücken, der die meisten Vorteile bringt.

Nun, im Beruf hat er es weit gebracht. 
Redakteur der TAZ und Korrespondent der Welt Gruppe.
Dann flog er mal in seine selbst gewählte zweite Heimat, und flugs hatte ihn Erdowahn am Arsch.
Nicht zum ersten male. 
Also ein Gesinnungswiederholungstäter.
Deutschland schreit auf.
Wie kann der ..... usw.
Er heiratete dann dort. Wie eigentlich? Ferntrauung? 
Er war doch im Gefängnis und sie hier in Deutschland.
Egal.
Was ist das eigentlich für ein Mensch?
In meinen Augen einer der übelsten Sorte.
Auch wenn seine Frau als Titelbild mit unserer Angelina Merkolowa zu sehen ist, ICH  wünsche, das er bis zum Lebensende als Untertan seines 2. Heimatlandes dort fest gehalten wird. 

Jede Sympathie hier ist nur zu erklären, das die Menschen nur alles nach quatschen  und sich nie informieren. 
(wie immer) 

Mal so ein paar Ergüsse dieses Typen:
Über Sarrazin: 
„Diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur........
Der nächste Schlaganfall möge ihn gründlicher vernichten“

Zur Papstwahl:
„Junta Kumpel löst  Hitlerjunge ab“

Doch die Aussagen über Deutschland, das Land in dem er geboren wurde, das ihn auf seine Kosten studieren liess, in dem er sich seine Brötchen verdiente, dieses Land liebt er ganz besonders.

Hier seine Aussagen über Deutschland, also auch über mich.

Ich habe dem nichts mehr hinzu zu fügen.
Möge Erdowahn dich für immer behalten.
Typen wie du sind es immer gewesen die Deutschland nie leiden mochten und nur ihren Untergang wollten.

Ich schäme mich für die Frau die sich Deutsche Bundeskanzlerin nennt.
Da ziehe ich mir Menschen, die man als Nazi beschimpft, vor.






Sonntag, 22. Oktober 2017

Oh mein Gott


Nun, sind wir wieder zu Hause.
Der Alltag hat uns wieder.
In gewisser Weise bin ich sogar glücklich.
Keine Autobahnfahrt mehr vor mir. 
Man weiss ja nie wem man dort begegnet. 
Manchmal denke ich, das Irrenhaus hat Ausgang. 

Alles ist wieder geregelt.
Die Wäsche ist im Schrank.
Der Staub der Jahrhunderte ist beseitigt.
Der Kühlschrank wieder voll.
Und, das wichtigste, das Frühstück schmeckt wie immer.
Zufriedenheit breitet sich aus.
Heißer Kaffee.
Zeitung lesen.

Oh Gott!!!!!!!!!
Was muss ich da lesen?
Mit einemmal ist alle Lebensfreude von mir dahin.
Sorgen überfallen mich.
Warum?
Doch lest selbst:

„Im letzten Vierteljahr hat der Daimler Benz Konzern 
NUR 3,45 Milliarden Euro Reingewinn gemacht“

Das bedeutet ja nur einen Reingewinn im ganzen Jahr 
von rd. 14,00 Milliarden Euro. 

Wie mag es den armen Aktionären nur zu Mute sein?
Mein Frühstück schmeckt mir nun nicht mehr.

14 Milliarden,  das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen.
Der gesamte Bundeshaushalt für die Umwelt beträgt im Jahr nur 5,6 Milliarden Euro.
Oder für die Landwirtschaft im Jahre 2017 rd. 6 Milliarden Euro.
Dagegen sieht ja der Aufwand der Bundesregierung für das Ressort Familie mit 9,5 Milliarden Euro richtig bescheiden aus.

Immerhin bedeutet ja Reingewinn, das alle Verpflichtungen und Investionen schon bezahlt wurden. 
DAS blieb nur übrig!
Dafür hatte man wahrscheinlich nichts mehr gefunden wo man was und wie vor Steuern noch anlegen konnte.

Arme Daimler Aktionäre.
Soll ich nun traurig sein oder kotzen?

Immerhin scheinen diese Trauernachrichten wirklich sensationell wichtig zu sein, denn sonst stünden sie ja nicht auf der Titelseite einer Zeitung.

Mir haben sie nur wieder einmal klar gemacht, das ich nicht in einer Demokratie lebe, sondern in einer Plutokratie.
Einer von wenigen Reichen diktierten Welt.
In einer Staatsform die die einen begünstigt und die anderen benachteiligt.
In diesem Falle, diejenigen die die Werte erst erschaffen.
Und darum gibt es bei uns auch Probleme die auch ein ach so guter Wille nicht beseitigen kann.
Zusätzlich noch die grosse Anzahl von Menschen, die nicht bereit sind (oder es auch nicht können) über ihren eigenen Tellerrand zu schauen und die Wirklichkeit zu sehen.
Dann darüber nachdenken und mal etwas hinterfragen.
Volksverdummung mit Berieselung lässt grüssen.

Ich denke so manchmal:
Was waren die Diktatoren doch furchtbar und böse zu ihren Untertanen.
Nur, da gab es nicht diese Menge von Millionären die immer jammerten.
Und man  konnte auch schon mal Hilfe bekommen. 
Die jetzigen Gewerkschaften sind leider nur eine kleine und schlechte Kopie ihrer Vorgängerorganisation.
Vor allem waren die nicht gekauft.
Denn wer selbst im Aufsichtsrat sitzt, wird sich seinem Brötchengeber immer verpflichtet fühlen.
Und der füttert ihn auch gut.

Ob denn nun, nach diesem niederschmetterndem Ergebnis, die Sektkorken bei Daimler immer noch knallen? 

Na, ich trinke meinen Kaffee trotzdem weiter.
Denn der ist ehrlich erworben.



Freitag, 20. Oktober 2017

Moin, moin Pellworm


Nun sind wir schon bald eine Woche wieder zu Hause. 
Der

URLAUB
ist zu Ende.
Zeit für einen persönlichen Rückblick.
Bald 8 Wochen Nordsee liegen wieder einmal hinter uns.
URLAUB!
Vom Wetter reden wir nicht. 
Es soll da oben sogar auch manchmal etwas wie Sonne geben. 
Haben uns jedenfalls alte einheimische erzählt.
War für uns aber auch nie Thema, denn wir fahren der sauberen Luft wegen dort hin.
Und, gleich zum Anfang, wir denken, es hat uns gut getan.
Damit ist der Sinn und Zweck erfüllt.
Basta.

Dort oben? 
14 Tage Eiderstedt und den Rest auf Pellworm.
Eiderstedt war wie immer.
Es wird auch, sollten wir wirklich noch einmal in Urlaub fahren, unser nächstes und einziges Ziel sein.
Pellworm?
Ich liebe diese Insel.
Alles strahlt Ruhe aus.
Man kann die Seele baumeln lassen.
Beim Frühstück am Fenster sitzen.
Der Blick auf den Deich mit seinen vielen, immer fressenden, Schafen. 
Ab und zu ein Bauer auf dem Feld. 
Eingekreist von Hunderten oder Tausenden von Möwen.
Die riesigen Scharen von imposanten Graugänsen. 
(Auch gebraten ein nicht zu verachtendes Tier)
Klara am Fenster.
Ach ja, nach 4 Wochen hat sie ein Spatz geholt. Bis dahin war sie jeden Morgen unsere interessante Morgenbegleiterin.
Klara? Eine Kreuzspinne.
Neben unserem Fenster, zwei überaus neugierige braune Schafe.
Nicht zu vergessen.
Jeden Morgen hing am Gartentor der Beutel mit frischen Brötchen.
Kein aufgebackener Dreck aus Polen, sondern noch Handarbeit.
Da jeden Morgen das Frühstück schön war, wir noch im Schlafanzug dort rum gammelten, kam es sehr oft vor, das erst gegen Mittag beschlossen wurde, sich an zu ziehen.
URLAUB !

Nichts machen.
Nichts sehen.
Nichts hören.
Nichts besichtigen.
Nichts kaufen können.
Für jüngere eine Katastrophe.
Das Internet? Ja, mit Knubbelen. 
Ja, was macht man denn da?
Gute Frage. 
URLAUB.

Die meisten meinen, wenn man irgendwo für 5 Tage hin fliegt, dort 500 km mit einem Leihauto durch die Gegend düst, abends von Animateuren die Ohren zu gedröhnt bekommt, das wäre Urlaub.
Jedem das seine.
ICH sehe das ganz anders.
Urlaub ist auch Regeneration der Seele. (So man eine hat) 

Sehr oft haben wir uns selbst versorgt.
Nicht doll, aber wir sind ja auch bescheiden.
Ansonsten waren es, im Wechsel, die hier oben an der Hooger Fähre liegenden drei Gaststätten zu denen wir essen gingen.
Da ich im Laufe der Jahre dort überall gut bekannt bin, läuft das Prozedere dort etwas anders ab.
Peter, der Wirt, setzt sich nach dem Essen mit einem Bier an den Tisch zu uns und es wird was geklönt.
URLAUB!

Ruhe und gute Luft.
Wortkarge Menschen, aber freundlich.
Super!
Aber auch dieses Paradis hat Schwachstellen.
Ich bin ja nun in einem Alter, indem man auch mal krank werden kann.
Es ist zwar ein Doktor auf Pellworm, es kommt auch ein Hubschrauber im Notfall, aber...........
Wie sieht es Sonntags, des Nachts oder bei Sturm aus?
Oder bei Zahnschmerzen? Da muss man mit der Fähre übersetzen und nach Husum fahren. 
So schön Pellworm ist.
Es wird nie mehr unser Ziel sein.
Aber trotzdem werde ich diese Insel in meinem Herzen behalten.
Ich liebe sie.
Wäre ich 10 Jahre jünger, würde ich dorthin meinen Wohnort verlegen.
Es tut mir leid, diesen alten Gedanken nicht verwirklicht zu haben.

Nun, alles hat mal ein Ende.
Die Rückfahrt war problemlos.
Die „Schmiedischen“ in Niemegk freut sich immer auf uns und wir uns auf sie.

Mein Muckelchen hatte trotzdem glänzende Augen, als sie die ersten Berge und Wälder sah.
Sie ist eben eine Bayerin.
Ich selbst bin stolz darauf das alles reibungslos geklappt hat.

Nun sind wir zu Hause.
Der Alltag hat uns wieder.
Die alten Pflichten müssen wieder erfüllt werden.
Abends, im Bett, meine ich noch die Möwen und den Wind zu hören.
Wenn nicht, in Gedanken ganz sicher.
Mal sehen.
Nächstes Jahr noch einmal?
Das wäre ja schon in 6 Monaten.
Schaffe ich auch !
Wetten?



Dienstag, 3. Oktober 2017

Vier Wochen Pellworm


Bald 4 Wochen auf Pellworm.
Bald 4 Wochen Wetter wie.......
Regen bald täglich.
Auf den Wiesen steht das Wasser.
Den Kühen wachsen bald Schwimmflossen.
Bei Ebbe ist hier mehr Wasser als im Meer.
Gut, es kann niemand dafür.
Trotzdem nervt es langsam.
Früher, ja früher machte das einem nicht viel aus. 
Heute schon.
Nun habe ich insofern Glück, das auch mein Muckelchen nicht unbedingt die grosse Rumreiserin ist.

Das Tablett und Sudoku vertreibt uns die Zeit.
Früher, ja früher.........
Lassen wir DAS Thema mal ruhen.

Doch ehrlich, so langsam geht  mir das Wetter auf den Geist.
Auch der Draht von Muckelchen nach ganz oben hat nichts gebracht.
Doch etwas.
Die Waage bewegt sich langsam aber ständig aufwärts. 

Wir denken oft, was würden jetzt Familien mit Kindern machen?

Man kann es nicht ändern.
Ein Glück, das es Fratzelsbuch gibt.
Dort kann man viel Kommentare lesen oder auch selbst schreiben.

Nur, all das hätten wir zu Hause auch machen können.
Billiger!

Nicht nur Ärger mit der Wahl oder den Politikern, nein auch noch mit dem Wetter.
Man kann sich auf nichts mehr verlassen.

Ist schon ein Kreuz.

Donnerstag, 28. September 2017

Und das, jeden Morgen.


Da sitze ich nun jeden morgen hier am Tisch. 
Ich? Nein WIR, denn mein Muckelchen ist ja bei mir.
Vor mir ist das Fenster.
In kurzer Entfernung der Deich.
Die sich bewegenden weissen Flecke darauf sind Schafe. 
Auch ein paar schwarze sehe ich. (so wie ich eins bin) 
Alle fressen Gras.
Es ist FRÜHSTÜCK.

Nebenan scharrt der Hund mit seinem leeren Napf.
Der hat sein FRÜHSTÜCK schon hinter sich und bettelt um Nachschlag.

Auf der grossen Wiese vor unserem Fenster sehe ich riesige Mengen Graugänse.
Sie picken unaufhörlich. 
Spreizen ihre beachtlichen Flügel und fressen unaufhörlich.
Eben, es ist ja FRÜHSTÜCKszeit.

Der Bauer in meinem Blickfeld, der vor dem Deich sein Feld umpflügt, ist eingerahmt von Hunderten von Möven.
Die freuen sich auch auf das ihnen servierte FRÜHSTÜCK.

Und wir beide?
Auch.

Vor allem, es schmeckt hier auch besonders gut.
Jeden Morgen hängt die Tüte mit frisch gebackenen Brötchen an der Zauntür. Bei jedem Wetter. Frisch gebacken habe ich gesagt, und nicht die Scheisse aus Polen oder China. 
Auf meinen Wunsch hin, immer drei verschiedene Sorten und das im täglichen Wechsel. 
Ich glaube, unser Bäcker hier hat bald 20 Sorten im Angebot.
Darauf kommt u. a. Käse bei uns drauf.
Inselkäse. 
Der wird HIER auf der Insel in einer Molkerei selbst gemacht.

Eier dürfen bei einem guten Frühstück bei mir nicht fehlen. 
Vor allem, wenn ich auch noch weiss welcher Bauer mit seinen Hühnern HIER auf der Insel sie geliefert hat.

Muckelchen bekommt ihre Marmelade.
Auch von HIER.

Das FRÜHSTÜCK war und ist für mich immer die schönste Zeit des Tages.
Früher schon.
Und wenn ich deswegen eine Stunde früher aufstehen musste, das FRÜHSTÜCK in aller Ruhe musste immer sein.
Da das bei der heutigen Generation meist durch den Plastikbecher mit Jauche, verzehrt mit einem Strohhalm beim laufen auf der Strasse absolviert wird, fehlt denen was.
Vielleicht kommt noch ein teures Brötchen, geschmiert in einer Bäckerei, belegt mit einem vergammelten Salatblatt und etwas Undefinierbares aus der Plastikpackung des Discounters,  genannt Wurst ohne Fleisch) hinzu, aber das hat mit FRÜHSTÜCK nichts zu tun.
Das mag Nahrungsaufnahme sein.
Keine Zeit?
Bitte nicht dieses Argument. DIE hat man dazu immer. Vielleicht sollte man mal überlegen 15 Minuten früher auf zu stehen. Dafür kann man dann abends ja diese Minuten eher ins Bett  gehen. 
Mal überlegen.

Da sehr viele Kinder heutzutage auch so abgefertigt werden, wird es bald eine Generation geben, die den Wert und auch  den Sinn eines guten FRÜSTÜCKS nie kennen lernen werden.
Dabei ist es gerade  für die wichtig einen neuen Tag so zu beginnen und nicht mit dem Euro beim Bäcker Schlange an zu stehen.

Denn, wenn ich so meine ein bis zwei Stunden da sitze, die Zeitung lese, mich unterhalte, über vieles nachdenke, den kommenden Tag plane, den alten analysiere, dann kehrt Ruhe ein.
Dann bin ich innerlich gefestigt.  
Dann stören mich auch nicht Begriffe, wie Nazi, AfD oder sonst irgendein Scheiß.. 
Ich sehe aus dem Fenster.
Beisse herzhaft in gute Lebensmittel.
Freue mich das mir heute etwas weniger weh tut und bin ein glücklicher Mensch.
Wer kann das  noch von sich  sagen?
Vor allem wann?
Bestimmt nicht auf der Strasse mit dem Plastikbecher in der Hand.

Man sieht, auch das Alter hat schönes zu bieten.
Kleineres, unattraktiveres, nichts teures! 
Aber sehr wertvolles.
Innere Ruhe.



Mittwoch, 27. September 2017

Trümmerfrauen!! Eine Legende????


Da lese ich nun gestern wieder einen Artikel.
Veröffentlicher: „ Mein Bayern“
Quelle: „Focus.de“
Autorin: „Leonie Treber“
Über die „Irrtümer nach dem Krieg“

Diese Dame kommt in ihrem Buch zu dem Schluss:
„Es gab nur wenige Frauen als Trümmerfrauen. Alles ist eine Legende. In Wirklichkeit hat schweres Gerät diese Arbeit gemacht“

Wer ist eigentlich Leonie Treber? 
Jung, studiert, was gelesen, auch was schreiben.
Eine von diesen studierten Karriere Frauen die alles können und kennen, nur nicht wissen was sie oft für Blödsinn verzappen. 
Die Hauptsache: Man ist wer.
Das schlimme ist, das sie auch noch darauf stolz sind und meist andere als blöd ansehen.
Was mich an diesen Büchern und Artikeln so ärgert, ist, das sie zu Hunderten geschrieben, gelesen und als wahr angesehen werden.
Es sind meist Meinungen, selten Fakten.
Daraus entstehen die heutigen Meinungen über die damaligen Umstände, Menschen und ihren Taten.
Ich nenne es ganz einfach Geschichtsfälschung.
Auch das was über das 3. Reich so verbreitet wird,  gehört dazu.
Es lohnte sich mal eine ernsthafte Diskussionsrunde abzuhalten.

Genau in dieser Art hat nämlich die Aufbewältigung unserer Vergangenheit stattgefunden. 
Das Resultat sehen wir bei der letzten Wahl.

Mein alter Satz kommt wieder zur Geltung:
Es war alles so. Nur etwas anders.

Diese junge Dame da oben hat bei der Abfassung ihres Buches sicher nie mit Menschen gesprochen die damals gelebt haben.

Sie schreibt: 
„Ganz wenige Frauen haben die Trümmer weggeräumt. 
Meist war schweres Gerät im Einsatz.“

Liebe Frau Treber.
Soviel Schwachsinn habe ich selten gelesen.
Darf ICH Ihnen (und vielleicht auch manchem jüngeren) mal erzählen wie es nach dem Krieg, nicht nur in Deutschland, aussah?
All das, was Sie heute  als lebenswert erachten, gab es nicht.
Ein Kriegsende ist kein Computerspiel was man einfach wegräumt und zur Tagesordnung übergeht.

Da gab es z.B. Lebensmittelmarken.
1550 kcal war der Tagessatz. 
Wenn man etwas überhaupt erwischte.
Die Menge war zum sterben zu viel und zum leben zu wenig.
(im übrigen zur Erinnerung. Diese Rationierung  gab es bis 1950!)
Es sei denn, man hatte eine Arbeit. 
Dann gab es mehr Kalorien.
Welche Arbeit denn?
Es gab keine Fabriken oder Geschäfte. 
Doch, Trümmerfrau war noch frei.
Für viele Frauen war dies die einzige Chance des Überlebens.
Die alternative war noch Russen-oder Amihure zu werden.
Auch diese Frauen taten es nicht aus Freude am Sex, sondern nur um sich selbst oder ihre Kinder am Leben  zu erhalten.

Dann gab es dazu die Farce der „Entnazifizierung“
Hier urteilten Nazis über andere Nazis ob sie Mitläufer oder aktive waren.
Als Aktive eingestuft? 
Trümmerfrau! Und das für viele Jahre!

Was machten diese Trümmerfrauen?
Die Trümmer weg?
Ja, aber nur bedingt.
Zuerst wurde JEDER Ziegelstein mit einem Stück Eisen vom anhaftendem Putz befreit.
Neue Steine gab es nicht und jeder wurde benötigt.
Ich weiss nicht wie viel Millionen von Steinen durch die Hände der Frauen ging. Ohne Handschuhe oder Maschinen.
Diese Arbeit geschah jeden Tag über 8 Stunden, 
6 mal die Woche, Sommer und Winter.
Über zig Jahre hinweg.
Nix Urlaub oder Krankenschein mit Lohnfortzahlung.
Die Deutschen Menschen der damaligen Zeit waren fleissig und ausdauernd. Sie mussten es, oder durften verrecken.
Der abgeklopfte Schutt wurde auf Feldbahngleise in Kipploren zu einem Sammelplatz geschoben.

Mal was zwischendurch.
Wissen Sie überhaupt, das  noch 4-5 Jahre nach dem Krieg die Deutschen Autobahnen von Tausenden Männern mit Hacke und Schaufel gebaut wurden?
Sämtliche Erdbewegungen wurden von Hand in Kipploren gemacht.
Mit der Hand bergauf und bergab geschoben. 
Sie, Frau Treber, fahren heute noch auf dem Schweiss Ihrer Väter und Vorväter.

Doch weiter.
Es gab keine Lastkraftwagen.
Und wenn, die  meisten fuhren mit Holzgas.
Schon mal was davon gehört?
Ein Kessel mit Holz hinten drauf. Das Holz vergasen. 
Damit den Motor antreiben.
Schweres Gerät?
Frau Treber..... so etwas war noch nicht erfunden.
Es gab damals keine Bagger, Raupenschlepper oder so etwas.
Es gab auch  kein Telefon, Fernsehen, Tageszeitung, oder McDonald.
Sie leben heute in einem Paradis, nur haben Sie leider vergessen, das es davor die Hölle gab.

Aus all diesen Gründen ist Ihr  Buch Scheisse und ich denke nur meinungsbildend im Auftrag interessierter Kreise geschrieben.
Genau wie vieles andere was so in den Köpfen meiner Mitmenschen rumgeistert.

Leider hat man vergessen sein Wissen bei den Leuten zu holen die damals gelebt haben.
Hätte man das getan und darüber nachgedacht, hätten wir heute mit Sicherheit einen anderen Staat.

So aber träumt man von der Verteidigung Deutschlands am Hindukusch, sammelt Plastikbecher (um die Umwelt vorher erst zu versauen) setzt Kinder in die Welt die nicht mehr arbeiten wollen sondern nur einen Job suchen, betrachtet verkrachte Existenzen als Künstler und setzt sein Augenmerk darauf das Volk möglichst dämlich zu halten um  seine eigenen schmutzigen Geschäfte lukrativ weiter zu gestalten.
All dies begünstigen Bücher wie das obige.

Und das heute alle wie im Paradies leben, ja alle, gemessen an der Vergangenheit, haben  sie nur dieser, 
meiner  Generation zu verdanken. 
Vieles was man uns heute vorwirft, ist geschehen.
JA!
Aber vieles uns auch aufgezwungen worden.
Nicht nur von Hitler aber von denen die heute noch ihr Unwesen in der Welt treiben.
Ich fühle mich persönlich und meine Generation angegriffen von Menschen wie Ihnen Frau Treber.

Noch Fragen? 
Aber gern.