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Dienstag, 21. Februar 2017

Gute Luft in Bayern???????


Seit rd. 2 Jahren wohne ich nun in Bayern.
Genauer gesagt, im Bayrischen Wald.

Gleich zum Anfang angemerkt, es sind " koa Bayern" sondern "Woidler"
Nicht nur im Dialekt, nein, auch in der Lebensweise und in ihren Ansichten.
Nicht besser oder schlechter, sondern einfach  anders.

(Warum fällt mir in diesem Moment die Abfallsatzung des Landkreises Cham nur ein?
Von mir genannt: "Der Bayrische Wahnsinn")

Aber egal.

Warum ich hier her zog?
Viele Gründe waren es.
Da ich keine Familie im Rheinland habe, (die meiner Frau, mit der ich 61 Jahre verheiratet war, kennt mich seit deren Tod nicht mehr)
Der Ort Alsdorf mit seinen Menschen mir auch nichts gab.
Ich schon seit zig Jahren hier meinen Urlaub verbrachte.
Eine neue Liebe sich auftat.
Aber, vor allen Dingen, ich mir einbildete, hier eine supergute Luft zu haben, gab ich eben alles auf und verlegte meinen Wohnort hier  hin.

Es war, im Grunde gesehen, schon eine gute Entscheidung.

Dachte ich.

Ich habe Luftprobleme und mein Muckelchen auch.
Ist auch o.k. so.

Nur, sie wurden hier nicht besser.
Bei näherem umsehen stellte ich fest, das eine grosse Menge von Menschen hier mit Atemnot bzw. Asthma zu kämpfen hat.

??????????????

Hier ist nur Wald.
Keine grosse Industrieanlagen.
Auch nicht in der Nachbarschaft.
Auch nicht über die Grenzen hinweg.


Früher, vor 30 Jahren, konnte man hier auf den Berggipfeln jeden einzelnen Baum sehen.
Heute ist es nur eine grau/grüne Masse.
Man sagt mir immer, das ist "diesig."
Nein Leute, das ist DRECK:
Dreck in der Luft.

Man spricht viel von Luftverschmutzung, egal woher, aber hier ist sie sichtbar .
Da es schleichend passiert, merkt man es eben nicht so,

Unser beider Probleme waren sogar im Industrierevier Aachen besser als hier.

Allergie?
Scheidet in diesem Fall aus.

Wir fuhren ans Meer.
Toll.
Alles paletti.
Wie im Paradies.

Woran liegt das?
Gut, aus Geizgründen fährt man hier viel Dieselautos.
Soooo viel Verkehr ist hier aber nicht.
Und das ist überall so.

Dieser Tage las ich nun in der Zeitung:
Österreich, was nebenan liegt, und bekanntlich ja viel Natur und wenig Industrie hat, hat bis Mitte Februar schon 34 mal die Höchstmenge an Schadstoffen (Feinstaub) überschritten.

Also auch da.

Nun habe ich nachgedacht. (klappt manchmal noch)

Hier gibt es keine grossen Orte oder Städte.
Die Häuser stehen hier verstreut in der Gegend rum.

Geheizt wird, nach alter Sitte, meist mit Holz.
Wenige Ölheizungen und die, wie hier, wo ich wohne, aus der Kaiserzeit, oder mindestens über 30 Jahre alt.
Also Dreckschleudern und dabei noch unwirtschaftlich.
Ist aber in diesem Fall egal, der Mieter kommt ja für die Kosten auf.
Das sind aber nur wenige.

Ich möchte nicht sehen, wie alt die Öfen, Herde und Kamine in all den Häusern hier sind.
Bestimmt noch von den Grosseltern.
Denn hier wird nichts entsorgt,
Hier kann man alles noch gebrauchen und verwerten.

Ergo:
Ich denke, das diese unsaubere, schädliche und krankmachende Atemluft hier, von diesen  Holzöfen verursacht wird.
Man sieht überall, an jedem Haus, die Rauchwolken aufsteigen.

Die Menschen hier kennen es nicht anders.
ICH schon.

Nun liegt mein Muckelchen mal wieder im Krankenhaus.

Anfang Mai fahren wir für 3 Monate  ans Meer.
Der Luft wegen!
Eigentlich bin ich deswegen HIER her gezogen.

War ein Fehler.
Ehrlich?
Würde ich nicht mehr machen.

Aber Fehler sind dafür da, begangen zu werden.