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Freitag, 22. September 2017

PKW Maut


Draussen ist Nebel.
Sogar etwas feucht in Form von Tropfen.
Das Frühstück, gewohnt spät, dafür aber auch ausgedehnt.
Unter einer Stunde wird es nie.
Und dann gehört dazu natürlich die Zeitung.
Muckelchen muss wissen was in Bayern geschieht.
Da die Heimatzeitung von ihr zu 75% aus Kirchennachrichten und der Rest aus  Bildern besteht, ist sie glücklich.
(sieh mal, da ist auch........ Ne, was die anhat)

Ich dagegen habe auf meinem Pad meine Bildzeitung.
Glaubt mir, es gibt keine andere  Zeitung in Deutschland bei der man sich so viel ärgern kann, wie hier.
Vor allem auch wie man erkennen kann, wie blöd die Menschen heutzutage sind.
Z.B. heute, wird auf 1/5 Seite erklärt, wie man einen Pfannenkuchen  macht.
Mehl, Milch und Eier verrühren.
Sensationell.
Eine neue Erkenntnis für die Menschheit.
Die weitere Beschreibung über das Anwinkeln des Handgelenks und der Krümmung der Hand um zu wenden, das möchte ich mir wirklich ersparen es weiter aus zu führen.

Da sind doch andere Nachrichten schon viel ergiebiger.
Da lese ich :
Die Planung, nicht die Ausführung, der PKW Maut, hat bis  heute 12.000.000 Euro gekostet. 
(Für nicht intelligente Menschen ) 12 Millionen!
Davon allein 9.000.000€ für Berater und Planer.
( wer hat denn die Differenz von 3 Mio. bekommen?)

Wohlgemerkt, 12 Mio für das Nachdenken, was machen wir, wie?
Nicht in der Umsetzung!

Ich denke mir das so:
Da werden erst mal Konferenzen abgehalten, wer darf mit reden.
Diese werden, der Proporz muss ja gewahrt werden, in wechselnden Städten (oder gar Ländern?) abgehalten.
Eine standesgemässe Unterbringung und Unterhaltung muss natürlich gewährt sein.
Dann wird man  sich überlegt haben, was wollen wir eigentlich?
Wenn dieser Punkt geklärt ist, wird man überlegt haben, wen könnten wir denn nun befragen?
Vielleicht welche die davon Ahnung haben?
Ich sehe schon die Lobbyisten rotieren.
Angebote kommen rein.
Die werden auf neuen Konferenzen geprüft.
Man wird sich gegenseitig aus- und vorrechnen, wo, wer den meisten Raibach machen kann.
Wer mit welchen Aufträgen und welche Subunternehmen daran beteiligt werden können.
Und immer wieder neue Orte, neue Besprechungen und neue Leute. 
Natürlich muss das Rahmenprogramm auch immer stimmen.

Ich denke mal, das die wenigsten dann noch wissen, was und warum sie Besprechungen durchführen.
Die Hauptsache ist, sie sind daran beteiligt.
Auch das Ego muß gepflegt werden.

Denn immerhin, 12.000.000,00€ mal so einfach auf die Birne zu hauen, ohne etwas konkretes, vorzeigbares und ausführbares in den Händen zu halten, das ist schon eine tolle Nummer.

Wohlgemerkt, wir sind immer noch auf der Stufe der Beratung und Planung.
Die praktische Ausführung steht ja noch bevor.

Dann kommt die Erprobung.
Und die wird erst kosten!!!!!!!!!

Ich weiss nicht.
In meiner Jugend wurde ein ganzes Land aus dem Nichts 
in 6 Jahren aufgebaut.
Heute braucht man von der Planung bis zum ersten Spatenstich einer Umgehungsstrasse ca. 30 Jahre.
Für  die Umsetzung einer lapidaren Idee von Mauteintreibung bis heute schon 12 Millionen an Beratungskosten.
Wenn ein Mittelständler so viel Planungskosten  und  Umsetzungszeit brauchte, wären wir immer noch in der Steinzeit.

Es kann natürlich auch sein, das da noch Gelder in Töpfen rumliegt, das ausgegeben werden muss.
DAS wäre natürlich auch ein Grund.
Für die nächsten Informationsreisen ins Ausland biete ich mich gern an.
Für ein vernünftiges Honorar gebe ich gern auch meinen Senf dazu.
Versprochen: Wir machen das Geld schon alle!