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Dienstag, 4. Juli 2017

Alsdorfer Kunst


Ich wohne ja jetzt in Bayern, aber trotzdem lese ich täglich bei Fratzelsbuch was da so in meinem ehemaligen Heimatort passiert.
Kleine Dinge, Streitigkeiten, persönliches  oder auch mal etwas erfreuliches, egal was, ich stelle es mir immer bildlich vor.
Auch das Engagement für die Lok 9.
Ein Relikt aus vergangenen Tagen, das man hat so lange verkommen lassen, bis es nicht mehr als Spielzeug benutzbar war und unter der Hand verkauft wurde.
Auch die seit jeher bekannten Klagen über die nächtlichen Verschmutzungen durch hinterlassen der Überbleibsel bei den  Grillfeten.
So manches eben.

Überrascht wurde ich, das da nun Künstler irgendwo, irgendwie, Skulpturen aufgestellt haben.

Ich habe den Hintergrund zwar nicht verstanden, aber immerhin als löblich eingestuft.

Worüber ich stolperte, und nicht nur hier, waren die Begriffe "Künstler" und "Kunst". 
Vor allem, als ich da Bilder von diesen Kunstwerken gesehen habe.

Ich habe wieder einmal nachgedacht.

Was heisst Kunst?
Künstlich? Nein, das kann es nicht sein.
Ich interpretiere Kunst mit Toll, Einmalig, 

Was geht da eigentlich vor sich?
Da ist in der Wirklichkeit (Realität) ein Gebilde oder auch Vorgang. Gegenständlich oder auch akustisch.
Unsere Augen oder unser Gehör nimmt das nun auf.
Sendet diese Fragmente an unser Gehirn.
Dieses ordnet es ein und speichert es.
Bei der nächsten Begegnung mit dem gleichen Gegenstand kommt die Meldung:
Erkannt: Ist eine Frau. (oder so ähnlich)
Im Laufe der Jahre wird so jeder Gegenstand und alles  andere,  zugeordnet. 
Dieses alles ist eine durchgehende Linie. 
Objekt, Aufnahme, Erkennen, Speichern, Interpretation
Bei jedem von uns. 

Bei jedem?
Das scheint mir nun nicht so.
Nicht beim Produzenten und nicht beim Verbraucher.  
Z. B. Musik bildet eine aneinander gereihte Vielzahl von Tönen. 
Da sie melodisch angeordnet sind entsteht daraus eine Melodie. 
Da gibt es so etwas altmodisches wie "die Kunst der Fuge", doch was kümmert das schon wen.
Diese Melodie wird als angenehm empfunden.
Ich habe es nie verstanden, wie eine grosse Zahl von Menschen es nun als melodisch empfinden, wenn irgendwelche (in meinen Augen verkommte) Personen, die noch nicht einmal richtig sprechen können, mit heiserer oder qurächtzender Stimme da etwas lautstark von sich geben.
Das sie das machen und andere zuhören, ist die eine Seite und auch für mich, ok.
Nur die dann als "Künstler" und das als "Musik" zu verkaufen ist eine andere.
Dazu kommt noch die unmögliche Bezeichnung:  Star.
(hoffentlich nicht abgeleitet vom Wort Stern. Denn dann würde eines Tages das Firmament sich übergeben) 

Nun wurden also in Alsdorf behauene Steine aufgestellt.
Von "Künstlern".
Da diese Steine keine Bedeutung und Sinn haben, 
(wie schrieb jemand als Kommentar ganz richtig: Für das Geld hätte man ein Strasse teeren können) 
entgeht mir auch die Notwendigkeit dafür.
Der eigentliche Punkt ist für mich aber, das ich aus den Felsbrocken nichts verständliches ableiten kann.
Quintessenz für mich: 
Da muss doch im Gehirn der Künstler, beim abrufen der gespeicherten Informationen, ein Defekt aufgetreten sein.
Wenn ich eine Frau male oder versuche sie in Stein zu hauen, kann man  immer noch sehen das es eine Frau ist.
Hier nicht mal ansatzweise.
Darum kann es für mich keine Kunst sein.
Wäre es doch so, dann sollten wir alle Kunstwerke der Vergangenheit schnellstens vernichten, da die alten Meister dann einen Knick in der Optik hatten.

Klar, es wird immer jemand geben der so etwas macht.
Auch immer welche, die aus irgendwelchen Motiven, dem nachrennen und es als gut oder schön empfinden. 
Menschen sind nun mal in ihrem Gehirn beeinflussbar. 
Doch eine Stadt sollte schon mit den Beinen in der Realität bleiben,
Kunst ist immer was für eine kleine Masse.
Allein das Unterhalten und Bauen von Theatern und sonstigen überflüssigen Kunstbauten die nur von ganz wenigen  genutzt werden, kostet dem Steuerzahler immense Summen.
Würden viele Bürger diese Kosten kennen, würden viele dieser Bauten geschlossen werden. 

Nun überlege ich, nach Ansicht der Bilder von den Alsdorfer Skulpturen, was in meiner Jugend denn da so als 
"entartete Kunst" angesehen und teilweise vernichtet wurde?
Worin unterschied sich das eigentlich von dem heutigen da?
In meiner Erinnerung waren die damaligen Exponate auch nicht anders.

Ich sehe schon.
Ich werde zwar alt, aber im Grunde ändert sich nicht vieles.
Jemand versucht immer etwas, anderen anzudrehen
Kunst, Künstler, Stars, alle machen etwas und hoffen, das genug andere da sind um das zu honorieren. 
Es gelingt!!!
Denn wie sonst könnte da jemand Jahrzehnte in einem Hamburger Hotel sich eine Etage als Wohnort leisten?
Die Dummen und Nachläufer werden nie alle.

Egal was und wie es ist.
Viele folgen denen und fühlen sich wichtig.
Denn niemand will als ungebildet angesehen werden.
Dabei ist es genau das, was sie als dumm erscheinen läßt.

Es wird gestritten.
Recht haben alle.
Was bleibt übrig?
Nichts.
Denn das meiste ist nur unwichtiges Machwerk.
Auch die Personen.
Wahre Kunst ist unvergänglich.
Was das ist?
Na, schauen wir nur mal das an, was aus der Vergangenheit heute noch vorhanden ist und  uns noch immer begeistert.  

Ob die Felsbrocken  aus Alsdorf diese Zukunft auch haben?