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Freitag, 1. Januar 2016

Das wars nun wohl.


Das war es ja nun wohl.
Wieder ein Jahr hinter uns gebracht.

Durch meinen Kopf geht natürlich auch so ein kleiner Rückblick.
Obwohl das Schwachsinn ist, weil man vergangenes hinzunehmen hat und schlechtes nicht mehr in gutes  verwandeln kann.

Trotzdem sind mir natürlich einige persönliche Dinge schon wert, sie noch einmal in Gedanken Revue passieren zu lassen.

Die Hauptsache:
Wieder ein Jahr älter geworden und ich lebe noch.
DAS ist doch was! 
Oder????????

Und weiter?
Habe mein Leben umgekrempelt und mich in das Abenteuer einer neuen Partnerschaft gestürzt.
Resultat?
Hätte ich schon viel früher machen sollen.
War eine gute Entscheidung.

Meine Urlaube?
Bis auf den letzten, der ausfiel, verliefen sie alle in gewohnter Weise.
Nichts neues, aber immer so wie ich es mir gewünscht hatte.
Viel Ruhe.

Das Wetter?
Uninteressant.
Da habe ich sowieso keine Aktien drin. 
Wird genommen wie es kommt.

Die Gesundheit?
Zufrieden, soweit ICH selbst einen Einfluss darauf hatte.
Natürlich wird man älter. 
Mit all seinen kleinen wehwehchen.
Na und? Andere sind schon viel früher gestorben.
Im Kopf?
Denke es immer noch mit jedem jungen, neunmalklugen aufnehmen zu können.

Das herausragendste Erlebnis für mich war, und ist, die Begegnung und Erfahrungen mit Ärzten.
Es war für mich Neuland.

Da ist einmal der Orthopäde aus Bad Kötzting.
Der, der sofort operieren wollte, dann mich im Krankenhaus liegen liess, in der Folge alle meine Bedenken über die Wunde wegwischte und in Urlaub fuhr damit ein Kollege sich um den Mist, den er fabriziert hatte, kümmern sollte.
Meine Beurteilung dieses Mannes.
Menschlich unfähig da er nur sein Hobby und Verdienst im Auge hatte und am Patienten einen Scheiss hat.

Dann der Landarzt aus Grafenwiesen.
Ein Mann dem seine Patienten am Herzen liegen. 
Der immer nur  das beste und effektivste möchte. 
Der so viel Zeit für jeden Patienten hat, wie ich es mir zu Hause nicht in Träumen ausmalen könnte.
Der sich, ohne jeden Grund !!!!,  verantwortlich für den Mist seines Kollegen in Bad Kötzting fühlte.
Meine Beurteilung:
Ein Doktor wie man ihn nur in Märchenbüchern kennt.
Nicht seines Wissens wegen, sondern seine Ernsthaftigkeit, Besorgnis und der ewigen Suche alles möglichste zum Nutzen des Patienten zu machen.

Nun kommt das schönste Erlebnis aus Aachen.
Wo auch sonst ?
Ein Hakim aus Afghanistan.
Dieser Wüstensohn war für mich ein Ereignis.
Mittleren Alters.
Angeblich Chirurg.
Ohne ein Wort zur Behandlung, auch nicht reagierend was ich aus dem Krankenhaus ihm  mitgebracht hatte.
Er schmierte etwas auf meine Wunde.
Ich hoffte nur, das es kein Kamelmist war.
An der Tür der Praxis muss man die Schuhe ausziehen und auf Strümpfen laufen.
Er selbst hat immer ein grosses steriles Tuch in einer Hand das er vor den Mund hielt. 
Darum war ein Gespräch auch nicht möglich.
Im Nachhinein dachte ich mir, vielleicht ist das schon der Vorreiter den die Knappschaft dort installiert hat um die Massen von Jordanplanschern in Zukunft versorgen zu können?
Danke Knappschaft. 
Wenn das euer Reservoir an Ärzten ist, denn ihr hattet mich zu ihm geschickt, dann Prost Mahlzeit.
Dieser "Doktor" (?)  allein wäre schon ein Grund nach Bajuwarien aus zu wandern.
Es war das herausragendste Erlebnis dieses Jahres für mich.
Meine Beurteilung?
Mit Freifahrschein diesen Möchtegerndoktor, einschl. seiner Frau, zurück in die Wüste um dort den Kamelen den Hocker zu kraulen.

Und als 4. das Krankenhaus in Viechtach.
Eine unendliche Zahl von Ärzten.
In 8 Wochen habe ich sie alle durch.
Oft freundlich aber meist auch so von sich eingenommen und introvertiert, das sie, da sie selbst es nicht taten, einen Gruss von mir noch nicht einmal erwiderten.
Auch in der Kommunikation vom Grundsatz beherrscht:
Warum soll ich dir was sagen, bist sowieso zu dämlich dazu es zu verstehen.

Wäre da nicht der Chef des Krankenhauses gewesen, zu dem ich, nachdem wir miteinander mal unsere Einstellungen ausgetauscht hatten, ein gutes Arzt-Patient Verhältnis aufgebaut hatte ( denke ich wenigstens) und ihm voll vertraute.
Ohne diesen Mann hätte ich nach 14 Tagen längst die Reissleine gezogen und mein Heil in der Flucht versucht.
So aber...........

Ein Satz von ihm zum Schluss liess mich doch erschauern
"ICH hätte sie nie operiert. Das war sinnlos"

Was nun wiederum meinem sowieso gestörtem  Verhältnis zu Ärzten nicht gerade dienlich war.

Aber, da ich noch lebe und mein Bein noch dran habe, kann es wohl alles nicht so schlimm gewesen sein.

Bei manchem Menschen war das vergangene Jahr ein fröhliches.
Bei anderen wiederum ein trauriges.
Bei mir, ein interessantes, mit einer mir bis dato unbekannten Spezies, der des Doktorstandes.

Aber es ist vorbei.
Nicht vergessen, aber es juckt mich auch nicht mehr.

Man sollte nie vergangenem nachtrauern.

Das Licht liegt vor uns.
Hinter uns bleibt der Schatten.

A guads neis Joahr !

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