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Freitag, 2. September 2016

Ricky vom Kuckelsbusch



Nun ist (war) es so weit.
Befürchtet, vor sich hergeschoben, eingetreten.

Mein Partner hat mich verlassen.
Am 31.8.2016 ist mein Weggefährte erlöst worden.
Am 11.9. wäre er dreizehn Jahre alt geworden.
Er ist nun über die Regenbogenbrücke gegangen.

Ich denke (und hoffe) das ich nicht zu früh und auch nicht zu spät diesen Entschluß gefasst habe.

Nun sitze ich hier und heule.
Denke zurück.

Als Gisela, Günter und Mama von uns gingen, die Familie uns nach 61 Jahren Ehe auf einen Schlag vergessen hatte, da war er das letzte was ich hatte.

Wie oft haben wir zusammen geweint.
Ihr Ungläubigen möget lachen.
Ein Hund versteht und begreift was in einem Menschen vorgeht.
Er war in  8 Jahren Alleinsein mein Ansprechpartner, Freund und auch meine Stütze.
Ich hatte Angst vor ihm gehen zu müssen.
Ihn allein zu lassen.

Das Schicksal hat es geführt, das ich vor einem Jahr eine Partnerin gefunden habe, die auch er sofort akzeptiert und in sein Herz geschlossen hatte.

Sie war zwar sein Lebensmittelpunkt geworden aber ich blieb sein Seelenpartner.

Nun, es war abzusehen, das sein Herz eines Tages zu schwach wurde.
Ich hoffe nicht, das es dadurch geschah, das ich einen Teil meines Inneren ihm aufgebürdet hatte.

Wir müssen alle einmal gehen.
Ich werde nun der nächste sein.
Ich wünsche mir nur, das auch ich eine barmherzige Seele finde, die den richtigen Zeitpunkt findet.
Bei Ricky habe ich dafür gesorgt.
Das war ich ihm schuldig.

Und nun?
Mein Lieber.
Am Ende der Brücke werden dich deine Vorgänger erwarten.
Bestimmt auch noch viele andere.
Dein "Knöchelchen" hast du mit bekommen.

Der Ingo hat dir ein wunderschönes Grab im Wald gemacht.
Und Helga hat dir ihre drei größten Ostseesteine hingelegt.
Die habt ihr beide zusammen gefunden.


Wie habe ich immer gesagt?
Das Leben ist schön.
Nein.
Das Leben ist beschissen.

Wir vergessen dich nie.
Warte etwas auf mich.
Ich folge bald.